| Stiftung | Kuratorium |
Kuratoriumsmitglieder (in alphabetischer Reihenfolge, Stand: 2005)
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| Kurzportraits Gitarristen |
| Joh. Tonio Kreusch Johannes Tonio Kreusch, den der Philadelphia Inquirer als "Highlight of the week" und der Boston Globe als "A hard act to follow" bezeichneten, gehört zu der jungen Generation der Konzertgitarristen. Der 1970 geborene Musiker studierte bei Eliot Fisk und Joaquín Clerch am Salzburger Mozarteum und anschließend in der Meisterklasse von Sharon Isbin an der New Yorker Juilliard School. Seit seinem Debüt in der Carnegie Recital Hall im Jahre 1996 führten ihn Konzertreisen als Solist und Kammermusiker nach Europa, USA, Lateinamerika und Asien. Zudem ist er künstlerischer Leiter seines eigenen Gitarrenfestivals. Durch seine intensive Zusammenarbeit mit Komponisten unserer Zeit - u.a. auch als Gitarrist des New Yorker Ensemble für zeitgenössische Musik "Continuum" - entstanden viele neue Werke für die Gitarre. So widmete ihm beispielsweise der kubanische Komponist Tulio Peramo sein zweites Gitarrenkonzert, welches Kreusch beim Gitarrenfestival in Havanna 1998 uraufführte und den Liedzyklus "Aires de la tierra" für Gitarre und Mezzosopran, den er 1999 in der Carnegie Recital Hall premierte. Neben der klassischen Musik widmet er sich auch der improvisierten Musik und dem Jazz. So arbeitete er in jüngster Zeit mit Musikern wie Ornette Coleman, Markus Stockhausen oder seinem Bruder dem Pianisten Cornelius Claudio Kreusch zusammen, mit welchem er einen eigenen Musikverlag für Zeitgenössische Musik gegründet hat. Johannes Tonio Kreusch hat zahlreiche CD-Einspielungen für Labels wie DGG, Arte Nova, BMG, Oehms Classics, patmos/pläne oder Koch Classics gemacht. Seine Aufnahmen umfassen nicht nur das Standardrepertoire (von der Lautenmusik Johann Sebastian Bachs bis zu den Villa-Lobos Etüden), sondern auch Weltersteinspielungen von zeitgenössischer Musik und eigene Kompositionen. Für seine Einspielungen und künstlerische Arbeit wurde er unter anderem mit dem "Preis der Deutschen Schallplattenkritik", dem "Leonhard- und Ida-Wolf-Gedächtnispreis für Musik der Landeshauptstadt München" und dem "Artist International Award, New York" ausgezeichnet. Johannes Tonio Kreusch ist Lehrbeauftragter für klassische Gitarre an der Musikhochschule in München, gibt Seminare und Meisterkurse und schreibt für Fachzeitschriften wie Guitar Review - New York, Classical Guitar - London, Akustik Gitarre oder Gitarre Aktuell. http://www.johannestoniokreusch.com |
| Roberto Limón Roberto Limón ist in Mexiko geboren und aufgewachsen. Seine musikalischen Aktivitäten als konzertierender Gitarrist führten ihn in Länder wie Spanien, Griechenland, Portugal, Deutschland, Korea, die Tschechische Republik, Russland, Litauen, Puerto Rico, Costa Rica, die Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko. Als Solist hatte er Auftritte mit den wichtigsten Orchestern seines Landes ebenso wie mit den Sinfonieorchestern von San Antonio und San Diego, dem Staatlichen Kammerorchester Leningrad, dem Philharmonieorchester Seoul und den Nationalen Sinfonieorchestern von Litauen und der Tschechischen Republik. Verschiedene Komponisten widmeten Roberto Limón Werke: Manuel Enríquez, Joaquín Gutiérrez Heras, Leonardo Velázquez, Eugenio Toussaint, William Ortíz, Alberto Nuñez Palacio, Ernesto Cordero, Dimitri Dudín, Francisco Núñez, Manuel de Elías und Meyer Kupferman. Neben seiner regen Konzertaktivität ist Roberto Limón Direktor des „Centro Hispanoamericano de Guitarra“ und Leiter des „Orquesta de Baja California“. |
| Akinobu Matsuda Spiel die Gitarre wie ein Orchester (Akinobu Matsuda, 2001 Printed in Japan, ISBN4-8355-2144-7 C0095) Hasselbladd Seite 182 Jeder der Kameras liebt, kennt Hasselbladd. Mir ist zu Ohren gekommen, dass der schwedische Kamerahersteller Herr Hasselbladd die Kamera ursprünglich verbessern wollte, um Vögel zu photographieren. Meine persönliche Interpretation (in diesem Fall spielt die Wahrheit keine Rolle) geht dahin, dass er keine Kameras mochte, die die Gestalt eines Vogels nicht genauso wiedergeben, wie er sie sieht oder sich vorstellt. Wenn das Bild, das die Kamera gemacht hat, sich auch nur ansatzweise von seinen Beobachtungen im wirklichen Leben unterscheidet, dann handelt es sich zwar um eine Kamera, aber nicht für ihn. Also überlegte er sich immer neue Verbesserungen, und schließlich kam dabei die wirklich wunderbare Kamera heraus, die wir heute unter dem Namen Hasselbladd kennen. Der deutsche Gitarrenbauer Herr Hermann Hauser machte das gleiche mit der Gitarre. Ersetzen Sie einfach das Wort "Vogel" durch "Segovia-Klang". Herr Hauser entschloss sich, die Gitarre Segovia so lange immer wieder vorzulegen, bis dieser damit zufrieden war. Wie Hasselbladd gelang es ihm auf diese Weise, ein wunderbare Gitarre zu bauen. Für diese Anstrengung opferte er allerdings 15 oder 20 Jahre (vielleicht sogar 25). Nach langem geduldigen Warten spielte Maestro Segovia die Gitarre jahrzehntelang. Für Herrn Hauser (Hauser I) war der Segovia-Klang der Klang der Gitarre, und wenn Segovia sie spielte und sie nicht wie eine Gitarre klang, dann handelte es sich zwar um eine Gitarre, aber nicht für ihn. Hauser II schied dahin, und jetzt ist die Zeit des Herman Hauser III gekommen, der auch ein sehr begabter Gitarrenbaumeister ist. Als ich ihn vor einigen Jahren besuchte, ließ er mich auf all den wertvollen Gitarren spielen, die ihm gehören, und er hörte meinem Spiel aufmerksamer zu als jemals ein anderer zuvor. Ich spürte, daß er sich seine eigene Meinung über mein Spiel bildete. Einige Jahre später - es war dieses Jahr - schickte er mir eine von ihm selbst gebaute Gitarre mit den Worten, dies sei eine großartige Gitarre, und er habe sie "Matsuda Modell" genannt. Natürlich fühlte ich mich aufs Äußerste geehrt. Es war eine Gitarre ohne Makel, zumindest was meine Vorstellung von Klang betrifft, und man konnte sie perfekt stimmen. Um nochmal auf die Geschichte mit der Kamera zurückzukommen, es kommt mit immer komisch vor, wenn professionelle Photografen und Kameramänner nicht die beste Kamera verwenden. Zum Beispiel ist ein Bild bei genauer Betrachtung erstaunlich genau, wenn es von einer Hasselbladd oder Leica aufgenommen wurde. Ich kann es nicht genau erklären, aber es hat beeindruckende Eigenschaften und vor allem Tiefe. Für alle, die die Gitarre lieben, ist das Musikinstrument ein Organ zum Erzeugen von Tönen. Mit anderen Worten, wenn man mit etwas Geld die Kehle eines großen Sängers kaufen kann, dann ist klar, daß das beste was man tun kann, ist, sie zu kaufen. Was ich sagen will: man kann die Kehle nicht mit Geld kaufen, die Gitarre schon! http://www.matsudaguitar.join-us.jp |
| Barbara Polasek Barbara Polasek, 1939 in Böhmen und als Tochter eines Violinisten geboren, erfuhr sehr früh eine musikalische Erziehung und im Alter von sieben Jahren begann ihre Ausbildung auf ihrem Lieblingsinstrument, der Gitarre. Mit zwölf Jahren gab sie bereits ihr erstes Konzert im Rathaussaal in Gera und ein Jahr später in der Marienkirche und dem Theatermuseum Gera. Sie konzertierte 1956 in Jena, anlässlich des 50jährigen Carl Zeiss Jubiläums, und 1957 am Theater in Gera. 1959 bis 1960 gab sie im Duo mit ihrem Mann, Jan Polasek, Violoncello, vier Konzerte in Prag und Kaden, Tschechien. Doch parallel zu dieser Konzerttätigkeit verläuft ihr Studium von 1956 an der Hochschule für Musik in Weimar und nach der Heirat mit dem Violoncellisten Jan Polasek, Prag, am Staatlichen Konservatorium in Prag, wo sie es 1960 mit Auszeichnung abschloss. Noch in diesem Jahr gelang beiden, Jan Polasek über die Schweiz nach einem Konzert und Barbara Polasek über Berlin, mit kleinem Sohn und der Weißgerber-Gitarre, die Flucht nach Bayern. Für das Duo Polasek, wie sie sich nennen, beginnt eine erfolgreiche Konzerttätigkeit begleitet von hervorragender Presse. Anfang der sechziger Jahre beginnt sie auch ihre große internationale Konzerttätigkeit in Deutschland und im europäischen Ausland. 1962 wird Barbara Polasek an das entstehende Konservatorium der Stadt München für das Fach Gitarre berufen. Bereits mit 23 Jahren war sie in Deutschland eine der ersten Dozenten im Fach klassische Gitarre, die ein abgeschlossenes Hochschulstudium aufweisen konnte. Besonders durch ihr Können und Engagement entwickelte sich dieser Studiengang zum Magneten für viele Studenten am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Viele hervorragende Preise und Auszeichnungen werden ihr vor allem in den 60iger Jahren zuteil. Bereits als Zwanzigjährige erhält Sie den 1. Preis im Internationalen Wettbewerb in Wien. 1964 erhielt Barbara Polasek beim Sechsten „Concours internationales de la guitare“ der französischen Rundfunk- und Fernsehanstalten (ORTF), dem wichtigsten Wettbewerb für Gitarre, den ersten Preis mit Goldmedaille und den erstmals vergebenen Sonderpreis, eine Gitarre von Josè Ramirez, gestiftet von Narciso Yepes. Das war der Anfang einer Weltkarriere. Viele berühmte Gitarristen, Musiker und Komponisten säumen ihren Weg. Mit Julian Bream gibt sie Konzerte in London und 1965 begegnet sie Andrès Segovia. Barbara Polasek belegt bei ihm einen Meisterkurs. Zahlreiche Fernseh- und Rundfunkaufnahmen, Schallplattenproduktionen in Europa und Amerika befördern ihr Ansehen in der Welt. Die berühmte Pariser Konzertagentur „Dandelot“, in der nur hervorragende Künstler aufgenommen werden, ermöglicht ihr 1967 als einzige Gitarristin diesen Zutritt. Robert J. Vidal beruft Barbara Polasek zum ständigen Mitglied der Jury beim ORTF- Wettbewerb Paris. In den 70er Jahren beschränkt sie ihre Konzerttätigkeit mehr auf den deutschen Raum und widmet sich ihrer Familie mit inzwischen vier Kindern. Gleichzeitig baut sie ihre pädagogische Tätigkeit aus. Gitarrenparts an der Münchner Oper, Kammermusik und seit 1997 zusätzliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik München, Jurorin bei verschiedenen internationalen Wettbewerben, auch bei der ARD 1976, Dozentin für Gitarre und Laute am Richard-Strauss-Konservatorium München, zeigen ihre Aktivitäten zu Gunsten der Musik und der Gitarre. Andrès Segovias Aussage gilt auch noch heute: „Sie ist eine hervorragende Interpretin, vor allem von Bach“. Portrait zum 60. Geburtstag der Konzertgitarristin Barbara Polášek |
| Pepe Romero Gitarrist Pepe Romero, der weltweit für seine aufregenden Interpretationen und seine makellose Technik gefeiert wird, ist ständig als Sologitarrist und Spieler mit Orchester gefordert. Seine Beiträge zum Bereich der klassischen Gitarre haben eine Reihe angesehener Komponisten dazu inspiriert, Stücke speziell für ihn zu schreiben, darunter Joaquín Rodrigo, Federico Moreno Torroba, Rev. Francisco de Madina, Lorenzo Palomo und Celedonio Romero. Pepe Romero, geboren am 8. März 1944 in Malaga, Spanien, ist der zweite Sohn der “Königlichen Gitarrenfamilie”, den Romeros. Sein Vater, der legendäre Celedonio Romero, war sein einziger Gitarrenlehrer. Sein erster professioneller Auftritt war ein Konzert, das er zusammen mit seinem Vater gab. Pepe war damals erst sieben Jahre alt. Auf seiner aktuellsten Aufnahme, Songs My Father Taught Me, spielt er die Lieblingskompositionen seines Vaters. In Kürze kommen mehrere Boccherini Quintette für Gitarre und Streichquartett heraus, die für die UNICEF aufgenommen wurden. Mit dabei ist eine neue Gitarren-Transkription der Música nocturna de Madrid. Eine seiner letzten Solo Aufnahmen ist eine brilliante Darbietung von Opernphantasien für Gitarre. http://www.peperomero.com |
| Sigi Schwab Sigi Schwab, der vielseitige Musiker und Komponist, läßt sich nicht in Schablonen pressen: Mit dem Diabelli Trio spielt er Wiener Klassik, aber auch Musik der Avantgarde und in eigenen Bearbeitungen Walzer, Tangos sowie Ragtime. Mit Percussion Project lotet er das weite Land zwischen Jazz und Anrainern der ethnologischen Musik Südamerikas, Afrikas und Asiens aus. Darüber hinaus komponierte er Musik zu Fernsehserien und Filmen sowie Ballett- und Bühnenstücken. Der Gitarrist, Sigi Schwab, begeistert seine Zuhörer durch musikalisches Feingefühl, rhythmische Präzision, das Feuer seiner Phantasie und eine hörbare Lust an der Musik. Als erster Nichtamerikaner erhielt er den Ovation Award, eine Auszeichnung, die bisher amerikanischen Spitzengitarristen vorbehalten blieb. 2003 verlieh Rheinland-Pfalz Sigi Schwab die Peter Cornelius-Plakette. Leitmotiv seiner Arbeit in der letzten Dekade ist die virtuose Verschmelzung verschiedener Stilistiken, orientiert an den großen Musikströmungen wie Jazz, Klassik, Pop, Rock und an den Einflüssen weltumfassender ethnologischer Elemente, wobei er auch hier einen eigenen, völlig individulaistischen Ansatz entwickelt hat. http://www.melosmusik.de |
| Andreas Stevens Der Gitarrist Andreas Stevens, geboren 1958 im niederrheinischen Anrath, studierte Gitarre an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf in der Klasse von Frau Professor Maritta Kersting. Im Verlauf und nach Abschluß seines Studiums besuchte er zahlreiche Meisterkurse (A. Carlevaro, L. Brouwer, K. Ragossnig, D. Russel) und betrieb private Studien bei Balthasar Benitez (Uruguay) und Ernesto Cordero (Puerto Rico).Seine bisherigen musikalischen Aktivitäten umfassen eine intensive Beschäftigung mit der Musik aus Renaissance und Barock (im Duo "Diatessaron" mit der Blockflötistin Monica Lamerz) Programme mit überwiegend spanischen und lateinamerikanischen Liedern und Instrumentalwerken gemeinsam mit der puertoricanischen Sopranistin Elaine Arandes sowie eine umfangreiche Tournee mit der Schauspielerin und Diseuse Almut Grytzmann mit einer inszenierten Lesung mit Texten und Musik sowie zusammen mit dem Trio "La Galanteri@". Darüber hinaus gab es punktuelle Kooperationen, beispielsweise mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Neuen Orchester Köln und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Er beschäftigt sich mit Leben und Werk von Heinrich Albert (1870 - 1950) und spielt ein Instrument dieses bedeutenden Komponisten und Gitarrenvirtuosen. Neben seinen künstlerischen Aktivitäten unterrichtet Andreas Stevens an der Städtischen Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf. Er ist auch in der EGTA (European Guitar Teachers Association) aktiv und schrieb für Fachzeitschriften wie "Gitarre & Laute" und "Üben und Musizieren". http://www.stevens-gitarre.de |